deutschunterricht


Deutsch unterrichten

Gleich bei ihrer Ankunft brauchen die Flüchtlinge die deutsche Sprache, um Einkäufe, Arztbesuche, Amtsformalitäten zu erledigen und später auch, um eine Arbeit annehmen zu können und sich letztendlich zu integrieren. Ehrenamtliche bieten deshalb seit Februar 2015 Deutschunterricht, zurzeit sogar auf drei Niveaus für Erwachsene und auch eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder.

Alphabetisierung:
Da viele Flüchtlinge die arabischen Schriftzeichen kennen, aber mit dem deutschen Alphabet nichts anfangen können, brauchen sie zunächst einen Alphabetisierungskurs. An vier Vormittagen pro Woche, von Montag bis Donnerstag, nehmen die frisch angekommenen Flüchtlinge an diesem Kurs teil.

Deutschunterricht:
Nach der Alphabetisierung kann mit Dialogen aus dem Alltag begonnen werden. Es wird geübt und viel gesprochen; dabei wird die Grammatik erklärt. An drei Abenden pro Woche, von Montag bis Mittwoch, finden in der Grundschule 2 Deutschkurse parallel statt, einer für Anfänger und einer für Fortgeschrittene.
Dabei bleibt noch Gelegenheit, interkulturelle Unterschiede in der Gruppe zu besprechen und erläutern.

Hausaufgabenbetreuung:
Mit der Ankunft von Familien ergab sich die Notwendigkeit, auch die Kinder zu betreuen. Diese Spielgruppe entwickelte sich weiter zu einer Hausaufgabenbetreuung, in der die Schulkinder Deutsch und Mathe üben, während ihre Eltern am Deutschkurs teilnehmen.

Neuer Kurs: Mathematik
Zusätzlich zum Deutschunterricht bieten zwei Mathematik-Lehrer seit Januar 2017 Mathematik-Unterricht an 3 Tagen pro Woche. Diese Kurse richten sich an junge Flüchtlinge, die durch ihre sehr hohe Integrationsbereitschaft eine Chance auf eine Ausbildung haben, bzw. schon ein Ausbildungs-Angebot erhalten haben.

Komplette Kurs-Übersicht

Dank der regelmäßigen Teilnahme machen die Flüchtlinge große Fortschritte. Es ist erstaunlich zu sehen, wieviel Deutsch die Teilnehmenden schon nach 6 Monaten können. Die meisten Kinder konnten schon in der Grundschule im September in reguläre Klassen aufgenommen werden. Eine Schülerin hat es sogar in die 5. Klasse des Gymnasiums geschafft.