Farbige Weihnachtsfeier im Frauencafe

Im letzten Frauencafe in diesem Jahr herrschte viel Betrieb. Es war nicht nur eine gemeinsame Weihnachtsfeier angesagt, sondern es sollte auch der Abschied von der Ehrenamtlichen Christa Priester werden.

Blick in die fröhliche Frauenrunde

Das Ehrenamtsteam hatte gemeinsam mit der Integrationsmanagerin Ina Stegmaier für den Nachmittag einige Vorbereitungen getroffen. Zum Thema Weihnachten entschied man sich im Kreis der Frauen die Farben und ihre Bedeutung näher zu betrachten.

Die drei wichtigsten und klassischen Weihnachtsfarben sind grün, rot und weiß. Grün steht für Hoffnung und den Kreislauf der Natur. Rot verkörpert die Liebe und das Böse. Rot stärkt, gibt Mut, Kraft und Wärme. Aber rot steht auch für Blut, den Tod und Zerstörung durch Feuer. Weiß ist die Farbe der Unschuld. Weiß wird daher in vielen Ländern der Erde im Hochzeitsgewand verwendet. In der christlichen Kirche ist das klassische Taufkleid weiß, ebenso das Kommunionskleid. Doch Blau, Violett und Gold zählen ebenso zu den Weihnachtsfarben. Blau ist die Himmelsfarbe und verbindet Erde und Himmel. Die Farbe Blau galt in der Malerei als sehr wertvoll und wurde früher aus dem Gesteinsmehl des Lapislazuli gewonnen. Wussten Sie, dass es die schönsten Lapislazulisteine in Afghanistan gibt? Maria wurde auf alten Gemälden meistens mit einem blauen Umhang gemalt.

Violett ist die Farbe der Buße und Umkehr. Es ist die Farbe der evangelischen Christen. Gold zählt ebenso zu den wertvollsten und begehrtesten Edelmetallen der Welt. Die drei Könige brachten Jesu wertvollen Goldschmuck mit. In den Herkunftsländern unserer Flüchtlinge werden der Braut zur Hochzeit möglichst viele Schmuckstücke aus Gold geschenkt. Diese sollen im Leben auch als stille Geldreserve dienen.

Während der Farbbetrachtungen entstand ein reger Austausch zwischen den Frauen. Sie erzählten viel, von der Bedeutung der Farben in ihren Ländern.

Gemeinsames Erkunden der Weihnachtsfarben

Währenddessen beklebten die Kinder Windlichter mit schimmerndem Transparentpapier und Sternen.

Die Kinder verzierten mit Eifer ihre Windlichter.

Zum Nachmittag gehörten auch Weihnachtsbäckereien und Teepunsch. Zudem gab es einen Handwärmer als kleines Geschenk für die Kinder und die Frauen erhielten einen Weihnachtsstern.
Christa Priester wurde zum Abschied von den Flüchtlingsfrauen mit zahlreichen Geschenken für ihre Unterstützung gedankt. Ein Ehepaar übergab ihr sogar eine gemeinsam gebackene und reichlich verzierte Sternentorte. Sie war sehr gerührt, über diesen herzlichen Abschied.

Im neuen Jahr geht das Frauencafe, das seit einem Jahr im katholischen Gemeindehaus staatfindet, mit neuem Schwung weiter. Erfreulich ist, dass eine Flüchtlingsfrau dann das Mitarbeiterteam verstärkt.